Call for articles: In memoriam David N. Bell

David N. Bell in Pontigny

Aufruf zur Einreichung von Aufsätzen: Cîteaux: Commentarii cistercienses

Sonderausgabe im Gedenken an David N. Bell (1943–2025)

Abgabefrist: 15. Dezember 2026

Die Redaktion von Cîteaux: Commentarii cistercienses lädt zur Einreichung von Aufsätzen für eine Gedenkschrift ein, die dem Leben, dem wissenschaftlichen Werk und dem Vermächtnis von Professor David N. Bell gewidmet ist. Er war langjähriger Professor für Religion und Kultur an der Memorial University of Newfoundland.

David wurde am 2. Juni 1943 in einem mittelalterlichen Haus im Schatten der Kathedrale von Durham geboren. Er schloss 1964 sein Studium an der Universität Leeds ab und promovierte 1971 in Oxford im Fach Religionswissenschaft. Als ihm 1970 im Zuge der Expansion der Memorial University of Newfoundland eine Lehrstelle angeboten wurde, nahm er einen Zweijahresvertrag an; doch er verliebte sich in „The Rock“ (Neufundland), blieb der Insel im Geiste stets verbunden und betrachtete sie immer als seine Heimat. Sein wissenschaftliches Werk spiegelt sein anhaltendes Interesse am intellektuellen, spirituellen und materiellen Leben klösterlicher Gemeinschaften wider. Dieses erforschte er in Büchern wie What Nuns Read (1995) und Handmaid of the Lord: Mary, the Cistercians, and Armand-Jean de Rancé (2021) sowie in Hunderten von Artikeln zu Themen, die von Büchern und Bibliotheken der Zisterzienser über den Raum und das Privatsphäre im Klosterleben bis hin zu klösterlicher Spiritualität, Mystik und der platonischen Tradition bei den Zisterziensern reichten.

Wir begrüßen originäre Forschungsbeiträge, die auf Davids wissenschaftlicher Arbeit aufbauen, sich mit ihr auseinandersetzen oder von ihr inspiriert sind. Eine Auswahl seiner für die Geschichte des Mittelalters relevanten Publikationen finden Sie im RI OPAC [Link hier].

Vorgeschlagene Themenbereiche:

Angesichts der bemerkenswerten Breite von Davids Forschung laden wir zu Beiträgen über ein breites Spektrum an Themen ein, beispielsweise (aber nicht beschränkt auf):

  • Zisterziensische Theologie und Spiritualität: (neue) Überlegungen dazu, was unter „zisterziensischer Spiritualität“ zu verstehen ist; Studien zu Mystik oder Marienverehrung bei den Zisterziensern; Beiträge, die sich auf das Werk bestimmter Persönlichkeiten wie Aelred von Rievaulx, Wilhelm von Saint-Thierry, Balduin von Forde, Guerric von Igny oder Isaak von Stella konzentrieren.
  • Klosterbibliotheken und Buchkultur: Untersuchungen zu mittelalterlichen Bibliothekskatalogen, Buchbesitz, Handschriftenüberlieferung und klösterlicher Schriftkultur sowie Studien, die speziell die Lese- und Buchkultur von Zisterzienserinnen in den Blick nehmen.
  • Überlieferung antiken und patristischen Gedankenguts: Forschungen zum Einfluss griechischer und lateinischer Autoren der Antike (z. B. Platon, Augustinus, Origenes, Pseudo-Dionysius) auf mittelalterliche klösterliche Autoren.
  • Klosterarchäologie und materielle Kultur: Architektur-, archäologie- oder wirtschaftsgeschichtliche Studien zu Zisterzienserabteien sowie Forschungen zur Entwicklung klösterlicher Räume und zu Vorstellungen von Privatsphäre.
  • Fortleben klösterlicher Tradition: Beiträge, die das Fortbestehen, die Anpassung oder die Auflösung klösterlicher Gemeinschaften im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit untersuchen.
  • Mittelalterliches Mönchtum in Ost und West: Vergleichende Studien zu den Verbindungen zwischen westlichen und östlichen christlichen Mönchsgemeinschaften, etwa im Hinblick auf asketische Praktiken, Textüberlieferung oder Liturgie.

Zeitplan:

  1. Dezember 2026: Abgabefrist für die vollständigen Beiträge.

Frühjahr-Sommer 2027: Jedes Manuskript wird von dem Redaktionsteam gelesen und begutachtetdas bei Bedarf zusätzliche externe Gutachter hinzuziehen kann.

Richtlinien für die Einrichtung:

  • Einreichung: Beiträge sind bis zum 15. Dezember 2026 als Word-Dokument oder PDF-Anhang an kinder@citeaux.org zu senden.
    • Die eingereichten Manuskripte dürfen weder anderweitig veröffentlicht worden noch zur künftigen Veröffentlichung vorgesehen sein; während des Begutachtungsverfahrens durch das Redaktionsteam von Cîteaux – Commentarii cistercienses dürfen sie zudem bei keiner anderen Zeitschrift eingereicht werden.
  • Sprache: Einreichungen in Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch sind willkommen.
  • Umfang und Referenzen: Für den Umfang des Manuskripts gibt es keine feste Obergrenze; ​​das gewählte Thema sollte umfassend und unter Angabe einschlägiger Quellen behandelt werden. Alle Quellenangaben müssen vom Autor vor der Einreichung des Manuskripts überprüft werden.
  • Stil: Die fertigen Beiträge müssen hinsichtlich Formatierung, Abkürzungen und Zitierweise den Richtlinien von Cîteaux Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem hier verlinkten Stylesheet.